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Nachlese zum Vortrag: Aconcagua – hart am Limit

In einem knapp 2 stündigen Vortrag wurden unsere Kurs- und Seminarteilnehmer am 6. Mai 2009 in die spannende Welt des Bergsteigens entführt.

Ziel war der höchste Berg „Aconcagua“ (6965 m) in den südamerikanischen Anden bei Mendoza. Der höchste Berg außerhalb Asiens,  ist sicherlich nicht die typische, sportliche Herausforderung für einen Sparkässler. Doch genau dieser Berg, der für viele Bergsteiger ein ganz besonderer Berg ist, faszinierten Direktor Erwin Schmid, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse  Deggendorf und Jürgen Fröbus, Gebietsdirektor der Sparkasse Deggendorf. 

Wortgewaltig und sensibel zugleich, umrahmt mit eindrucksvollem Film- und Bildmaterial,  schilderte Erwin Schmid die gemeinsame Reise beginnend mit einer intensiven Vorbereitung, die schon morgens beim Frühstücken begann, weil hier die Liste mit den mitzunehmenden Dingen entstanden ist. 

Eindrücklich durch die bildhafte Sprache von Erwin Schmid wurden die Strapazen, die Unwägbarkeiten, die (psychischen) Stresssituationen und die Emotionen  während des Aufstiegs für jeden Zuhörer spürbar.


Wer hätte gedacht, dass

  • für das Notwendigste zu diesem Unternehmen ein Rucksack mit einem Gesamtgewicht von 17 kg ausreicht?
  • eine schnelle Entscheidung in dünner Luft lebensentscheidend ist (Höhenkrankheit von Jürgen Fröbus).

Wie hart ist es, die Entscheidung treffen zu müssen, umzudrehen, weil einem die Zeit  ausgeht, obwohl man das Ziel (den Gipfel) schon vor Augen hat?

Wie viel Entschlossenheit und Willen kann und muss ein Mensch haben, dieses Ziel, den Gipfel zu erreichen, am nächsten Tag erneut anzupacken und all die Strapazen ein 2. Mal auf sich zu nehmen? Welches Gefühl stellt sich dann ein, wenn man auf dem Gipfel steht? Erwin Schmid hat seine Zuhörer auf seiner Gipfelbesteigung in jeder Phase mitgenommen.
Welches Wahnsinnsgefühl muss es sein, ein Leben gerettet und auch noch den Gipfel alleine erreicht zu haben?

Dass man nach all den erlebten Höhen und Tiefen die Welt mit anderen Augen sehen kann , obwohl man zurück in Mendoza sich im 1. Augenblick nur noch nach Steak, Pommes, einer guten Flasche Chardonnay und einer warmen Badewanne und einem Bett sehnt  – das konnten die Teilnehmer dieser Veranstaltung buchstäblich körperlich spüren.

Nicht der Berg stand im Vordergrund, sondern der Mensch am Berg.

Alle im Saal haben gefühlsmäßig mit Erwin Schmid den Gipfel mit erklommen – das wurde im Anschluss in den Diskussionen untereinander für alle spürbar.
A23 / W. Triebenbacher / C. Sprenzel

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